Vitamin K
Vitamin K gehört wie die Vitamine A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Das Vitamin ist
ubiquitär und in sehr vielen Lebensmitteln wie etwa Blattgemüse, Kohl oder auch Schweine- oder
Hühnerfleisch zu finden. Bei erwachsenen Menschen mit einer nicht völlig einseitigen Ernährung
ist daher ein Mangel an Vitamin K ausgesprochen selten. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin
K liegt bei rund 70 Mikrogramm. Eine Zufuhr von Vitamin K über Nahrungsergänzungsmitteln ist in
der Regel bei gesunden Menschen nicht erforderlich. Sie kann allerdings bei Menschen, die unter
Osteoporose leiden sinnvoll sein. Bei Alkoholikern, bei denen durch den Alkoholmissbrauch eine
Schädigung der Leber eingetreten ist, kann es erforderlich sein, Vitamin K zusätzlich zur normalen
Nahrung über Vitaminpräparate zu ergänzen. Eine Überdosierung ist hierbei nicht möglich, denn
zu viel verabreichtes Vitamin K wird ausgeschieden und führt nicht zu Schädigungen.
Im Säuglingsalter liegt noch keine ausgewogene Ernährung vor. Dadurch können Säuglinge und
Kleinkinder eine Unterversorgung mit Vitamin K aufweisen. Das kann für die frühkindliche
Entwicklung ungünstig sein, weil Vitamin K für die Blutgerinnung von Bedeutung und am
Knochenaufbau beteiligt ist. Der Bedarf an Vitamin K von Säuglingen wird durch Muttermilch gedeckt.
Die Versorgung mit Vitamin K ist daher von der Ernährung der Mutter abhängig. Einige Lebensmittel
wie etwa Kohl werden von stillenden Müttern häufig gemieden, um beim Säugling Blähungen zu
vermeiden. In solchen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Versorgung
mit Vitamin K herangezogen werden.